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Sommertraum im Paradiesgärtlein

Fast 4.000 Besucher am ersten Tag – Prof. Rolf Budde, der Vorsitzende der Max-Liebermann-Gesellschaft, begrüßte am 30. April die Gäste hocherfreut und verteilte die Personalguides: „Ich bin überwältigt von dem großen Interesse.“ Ein besseres Sinnbild für eine ausgezeichnete Zusammenarbeit gibt es nicht.
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Max-Liebermann-Villa, Berlin Wannsee
Es scheint, als hätten (nicht nur) die Berliner auf die Wiedereröffnung der Liebermann-Villa gewartet. Mit Engagement und Leidenschaft hat die Liebermann-Gesellschaft ihren großen Traum von der Wiederherstellung dieses einzigartigen Refugiums verwirklicht. Man kann nur staunen über die Arbeit, die ohne jede finanzielle Unterstützung durch das Land Berlin vollendet wurde. Es ist großartig geworden!

Mehr als 70 Jahre nach Liebermanns Tod sind die Türen der Villa Liebermann am Berliner Wannsee für Besucher aus aller Welt also wieder eröffnet. Ausgestellt sind 40 Originale des Malers, die zum Teil Leihgaben privater Sammler, der Berliner Alten Nationalgalerie und der Hamburger Kunsthalle sind. Im Erdgeschoss informiert eine Dokumentationsausstellung über das Leben der Familie Max Liebermanns sowie über das Schicksal des Hauses. Gerade im Sommer lädt der nach Vorlage der Gartenbilder-Sammlung des Malers neu bepflanzte Garten zu einem Spaziergang ein. Ein kleines Café mit Seeblick bietet Kaffee und Kuchen an – ein schönes Ausflugsziel für Kunstliebhaber, ein Paradies am Rande der Stadt. Als sein „Schloss“ am See hat Liebermann es selbst beschrieben: „Sehen Sie sich doch mal mein „Schloss“ am See an, übermütig siehts nicht aus (wie Lenbachs oder Stucks Paläste), aber ich glaube, dass es nach mir aussieht“, schrieb er an einen Freund. 

Unsere lebendige Audioführung, die mit freundlicher Unterstützung von Frau Dr. Angelika Wesenberg und Herrn Wolfgang Immenhausen und unter der künstlerischen Leitung von Klaus Kowatsch entstanden ist, wird von den Besuchern mit Freude angenommen. Genussvoll flanieren sie durch die berühmten Gärten, lassen sich die Anlage und ihr Konzept erläutern und entdecken die Motivwelt des berühmten Malers noch einmal für sich selbst. Natürlich gibt es auch viel zu erzählen über das Haus, über seine wechselvolle Geschichte und die berühmte Nachbarschaft der Colonie Alsen.

In seiner typischen Berliner Diktion bringt Max Liebermann seinen Gästen sein Refugium, sein Paradiesgärtlein näher. Er erläutert seine Kunst, andere erzählen amüsante Anekdoten aus seinem Leben. Zitat und Rollenspiel bereichern sich dabei wechselseitig. Am Ende hat jeder Benutzer des Personalguides einen tiefen Einblick in die historische Lebenswelt des Berliner Malers und Akademiepräsidenten gewonnen.


 Hörbeispiel Colonie Alsen
 abspielen  |  anhalten


Liebermann-Museum
Colomierstraße 3
Tel. 805 83 83-0

www.max-liebermann.de

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