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Streng konkret, aber auch verspielt


Die Schweiz ist nicht nur bekannt für präzise Uhren, köstliche Schokolade und sichere Nummernkonten, auch in der Kunst haben die Eidgenossen Einiges zu bieten. Zum Beispiel die Zürcher Konkreten, eine Gruppe geometrisch-abstrakter Maler, die Kunstgeschichte geschrieben hat. Camille Graeser zählt neben Max Bill, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse zu den wichtigsten Vertretern.

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Seine rein logische, rationale Formensprache können die Besucher der Städtischen Galerie Wolfsburg nun in einer umfangreichen Ausstellung kennenlernen. Begleitet von einer tonwelt-Audioführung erfährt man auf deutsch und englisch Wissenswertes über den Künstler und sein Werk, aber auch über seine Arbeitsweise. Denn der 1980 verstorbene Graeser bereitete seine Kompositionen mit zahlreichen Ideenskizzen und Studien vor. Diese noch weitgehend unbekannten Zeichnungen, oft mit handschriftlichen Bemerkungen des Künstlers versehen, sind eine echte Entdeckung, ebenso wie die Erkenntnis, dass Graesers Kunst eigentlich gar nicht so streng ist, wie es zunächst scheint: „Konkret ist das Spiel mit Maß und Wert von Farbe, Form und Linie. Konkret heißt Ausschaltung alles Unbewussten,“ meinte der Künstler. Dieses poetische, absichtsvolle Spiel fasziniert Erwachsene und Kinder gleichermaßen.

Für die jungen Ausstellungsbesucher gibt es eine eigene Hörführung. Verständlich, unterhaltsam und auf Augenhöhe erzählt hier die junge Carla, wieso die Quadrate bei Graeser so gerne aus der Reihe tanzen oder warum er so oft kariertes Papier verwendet hat, wie aus dem Matheheft. Und das könnte doch auch ein bisschen mehr Farbe vertragen....


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