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Foto: Wolfgang Günzel; Institut Mathildenhöhe Darmstadt |
Was sang der Junge mit dem Tamburin, der Paul Klee auf seiner Tunisreise zu einem Bild inspirierte? Oder welche Kraft geht von den Presslufthammern, Ölfässern und Baumaschinen aus, mit denen die Einstürzenden Neubauten ihre brachialen Klänge erzeugen? Rhythmus, Harmonie, Farbe – die Grenzen zwischen Musik und bildender Kunst sind fließend. In der Audioführung von tonwelt zur Ausstellung „A House Full Of Music” der Mathildenhöhe in Darmstadt wird dieses spannende Verhältnis für die Besucher nun greif- und hörbar. Die Audioführung auf deutsch und englisch ist ein zentrales Element der interdisziplinären Ausstellung. Denn die Exponate entfalten ihre Wirkung erst mit der Musik, von der die Künstler beeinflusst wurden. Neben informativen Hörtexten zu biografischen und geschichtlichen Hintergründen sind deshalb Musikbeispiele von Komponisten und Musikern wie John Cage, Arnold Schönberg, Miles David oder den Beatles in die Führung integriert.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung sind die zahlreichen Videos, die legendäre Momente der Musikgeschichte dokumentieren. Hier sieht man wie Jimi Hendrix bei einem Auftritt in Monterey seine Gitarre verbrennt und staunt über Frank Zappas ungewöhnliche Performance während seines Fernsehdebuts im Jahr 1963. Den Ton zu den Aufnahmen bekommen die Besucher per Infrarottechnik automatisch und direkt auf ihre Kopfhörer. So wird der Besuch dieser interessanten Ausstellung nicht nur ein visuelles, sondern im besonderen Maße auch ein akustisches Erlebnis.
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Foto: Wolfgang Günzel; Institut Mathildenhöhe Darmstadt |
Fernsehbeitrag auf Hauptsache Kultur (Hessischer Rundfunk)