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Félix Vallotton - Große Werkschau in Zürich

 
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„Mir scheint, ich male für ausgeglichene Menschen, in deren tiefstem Inneren sich ein bisschen Laster verbirgt. Übrigens mag ich diese Art Verfassung; sie trifft auch auf mich zu.“

Félix Vallotton, Schweizer mit französischem Pass, war ein überaus aufmerksamer Beobachter seiner Zeit – und gedankenvoller Melancholiker. 1865 in Lausanne geboren, ging Vallotton zum Studium nach Paris und schloss sich dort der Künstlergruppe der Nabis an. Er ließ sich von dem farbkräftigen Werk Paul Gauguins, von japanischen Farbholzschnitten, aber auch von den altdeutschen Meistern Hans Holbein, Lukas Cranach d. Ä. und Albrecht Dürer inspirieren. Weitere Impulse holte er sich bei den Kubisten und Futuristen und entwickelte eine einzigartige Bildsprache – sowohl in seiner Druckgrafik als auch in der Malerei. Zudem trat er als Romanautor und Dramatiker hervor und schrieb einfühlsame Kunstbetrachtungen.

Bei allen Erfolgen war der Einzelgänger von Schwermut und Sehnsucht nach Ruhe geprägt. „Es scheint, als sei ich mein Leben lang derjenige gewesen, der durch eine Glasscheibe hindurch dem Leben zuschaut und selbst gar nicht lebt", konstatierte er. Doch gerade dieser distanzierte Blick macht Vallottons Werke so einzigartig. Seine unnachahmliche Verquickung von traditionell-malerischem und modern-fotografischem Blick, von figurativer Meisterschaft und ironischem Erzähltalent ließ Vallotton zu einem Avantgardisten am Beginn der Moderne werden.

Erstmals nach 40 Jahren kommen im Kunsthaus Zürich bekannte und weniger bekannte Werke Vallottons in einer Ausstellung zusammen. Von seinen 1602 Werken werden 80 Gemälde gezeigt, die das gesamte Spektrum dieses radikalen und gleichzeitig unterhaltsamen Künstlers präsentieren.

Kunsthaus Zürich
Félix Vallotton  –  „Idylle am Abgrund“
Heimplatz 1
CH-8001 Zürich

Bis 13.01.2008:
Dienstag bis Donnerstag 10–21 Uhr
Freitag bis Sonntag 10–17 Uhr

Eintritt: 17, erm. 11 CHF
Audioguide im Preis enthalten (De, Fr, En)

http://www.kunsthaus.ch/

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