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Georg Baselitz

 
Mit einer großen Werkschau zu aktuellen Arbeiten von Georg Baselitz (*1938 in Deutschbaselitz) widmet sich die Kunsthalle Würth einem der bedeutendsten Erneuerer auf dem Gebiet der zeitgenössischen Malerei seit 1960.
 
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Als Kurator konnte der Künstler selbst gewonnen werden. Die Audioguides von tonwelt führen die Besucher durch diese beeindruckende Ausstellung. Nach den großen Retrospektiven in London und Neapel in der ersten Jahreshälfte, die gewissermaßen den offiziellen Blick auf Baselitz thematisierten, soll die Schwäbisch Haller Ausstellung einen grundlegenden und zugleich intimen Einblick in dieses intensive, packende Werk ermöglichen, das sich nach Jahren angespannter Konzentration nun lustvoll selbst ausschlachtet. In verschiedenen Kapiteln erfasst die Ausstellung daher die Werkentwicklung seit der „Wende“, die auch für Baselitz einen persönlichen Wendepunkt bedeutet und parallel zum Zusammenbruch der DDR eine große Revision des bisherigen  Schaffens einläutet. Baselitz befasst sich mit seiner Schul- und Studentenzeit und malt unter dem Titel 'Remix' seine wichtigsten Bilderfindungen noch einmal, wovon Werkreihen wie Adler, Die Hand, Moderne Kunst, usw. berichten.

Aufgrund des Umstandes, dass Baselitz sich einen Weg durch seine persönliche Vergangenheitserfahrung malt und diese gemäß seinen gegenwärtigen kulturellen und psychologischen Bedürfnissen gestaltet, konstruiert er seine Geschichte und damit auch die Sicht auf seine Kunst gewissermaßen neu. Dabei sind seine Bildbehauptungen immer beides: real und fiktiv zugleich. Die jeweilige Werkauswahl ist weniger bedeutsam als das Ritual des noch einmal Malens selbst. Denn es hat den Anschein, dass die gewählten Vorbilder ihm nur die Stichworte liefern, die er aufgreift, um das unerschöpflich wandelbare Repertoire der Malerei selbst neu aufzuführen und jede feste Grenze zwischen Werk, Vorstudie und Nachschöpfung aufzulösen.

Ein weiteres Kapitel der Ausstellung widmet sich den monumentalen Holzschnitten der späten siebziger Jahre, die als kapitale Neuerwerbungen Eingang in die Sammlung Würth gefunden haben und weder begleitend, noch illustrativ, sondern als eigenständige künstlerische Ausdrucksform in sein Werk integriert sind. Mittels technischer Experimentierfreude und formaler Innovationskraft schreibt der Künstler auch die Tradition dieser Gattung auf faszinierende Art und Weise fort.

Kunsthalle Würth
Schwäbisch Hall
27.09 2008 – 22.03. 2009
täglich 10 - 18 Uhr

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