
Barocke Pracht, barocke Macht
Creative Content
Autor: Dr. Ute Strimmer | Veröffentlicht am: Mai 2022 | Lesezeit: 6 Minuten
Quelle: https://www.restauro.de
Vor mehr als 400 Jahren begannen die mächtigen und vermögenden Fürsterzbischöfe, Salzburg nach italienischem Vorbild in ein barockes Juwel zu verwandeln. Sie schufen ein städtebauliches Meisterwerk, das heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
In Zusammenarbeit mit dem Berliner Unternehmen tonwelt entwickelte das DomQuartier einen Audioguide, der die Geschichte lebendig macht.
Jahrhundertelang wurde Salzburg von Fürsterzbischöfen regiert. Sie entschieden über kirchliche sowie weltliche Belange und verhalfen dank des Reichtums durch Salz und Gold der Stadt zu ihren barocken Prunkbauten.
„Seit Mai 2014 lädt das DomQuartier in Salzburg – es zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO – auf einen nie dagewesenen Rundgang durch das ehemalige Zentrum der Macht ein“, erzählt Dr. Elisabeth Resmann, seit dessen Gründung die Leiterin des Verbundes von Residenzgalerie, Nordoratorium, Dommuseum und Museum des Stifts St. Peter.
Damals wurden der Dom- und Residenzkomplex zusammen mit dem Benediktinerkloster St. Peter wieder vereint und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 200 Jahre lang hatte es keine Verbindung mehr zwischen den einzelnen Gebäuden gegeben.
15.000 Quadratmeter und 2.000 Exponate aus 1.300 Jahren bringen nun Architektur, Geschichte und Kunst zusammen.
Für den 1,3 Kilometer langen Rundgang entstand in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma tonwelt ein Audioguide.
Vermittlung, so Elisabeth Resmann, funktioniere im DomQuartier ganz stark über den Audioguide.
„90 Prozent der Besucher:innen nehmen den kostenfreien Audioguide (er ist im Ticket inbegriffen) mit in die Ausstellung. Bewusst haben wir uns gegen einen Mediaguide entschieden. Wir möchten, dass die Besucher:innen unsere Architektur- und Kunstschätze mit eigenen Augen wahrnehmen und nicht die ganze Zeit auf ein Gerät schauen.“
Die Herausforderung sei, dieses Zentrum des Weltkulturerbes gut und spannend zu vermitteln, berichtet Elisabeth Resmann.
„Charmant ist unsere Audioguide-Version von und für Kinder. Sie sprechen eine andere Sprache und holen damit die jüngeren Museumsbesucher:innen altersgerecht ab. Familien entscheiden sich häufig dafür“, freut sich Elisabeth Resmann.
Die Reise in die Zeit der Fürsterzbischöfe beginnt in der Residenz. Hier durchschreitet man die Prunkräume des Gebäudes, wo einst die Kirchenfürsten regierten und wohnten.
Die eindrucksvollen Deckengemälde und prächtigen Stuckaturen im Rittersaal, Rats- oder Schlafzimmer führen den Reichtum der Herrscher vor Augen.
Von dort gelangt man in die Residenzgalerie. Sie stellt in elf Sälen Gemälde europäischer Künstler aus dem 16. bis 19. Jahrhundert aus, wobei man auch etwas über deren Lebens- und Arbeitsbedingungen erfährt. Der Fokus liegt dabei auf Kunstwerken aus dem Barock.
Einen ganz besonderen Ausblick eröffnet dann der nächste Teil des Rundgangs: Von der Dombogenterrasse, die Residenz und Salzburger Dom verbindet, blickt man auf der einen Seite zum Dom und auf der anderen zum Residenzplatz.
Zudem kann man die Aussicht auf die Altstadt sowie die Stadtberge, Kapuziner- und Mönchsberg, genießen und den ausführlichen Erklärungen des Audioguides lauschen, der mittlerweile in zehn Sprachen abrufbar ist.
„Weil es unser primäres Vermittlungstool ist, bessern wir den Audioguide laufend nach. Wir prüfen, lassen neu einsprechen, haben ihn um Gemälde der Residenzgalerie erweitert, betten Sonderausstellungen ein – oder korrigieren, wenn Erkenntnisse durch eine neue Forschungsarbeit überholt sind“, verrät Elisabeth Resmann.
Enge Kommunikation mit tonwelt bestehe daher, sagt die DomQuartier-Chefin.
tonwelt versteht sich als inhaltlicher Sparringspartner und unterstützt in der Phase der Konzeption, Texterstellung und Redaktion.
Die Firma ist in der Branche längst etabliert und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Produktion von audiovisuellen Inhalten.
Unter anderem hat tonwelt damit die großen Museen der Welt wie das Kunsthaus Zürich und den Pariser Louvre beliefert, bietet aber auch ganzheitliche Lösungen für Besucherführungen über eigene Audio- und Multimedia-Guides, Apps – alles zusammen im Multiplattform-Ansatz.
Bei der Erstellung des Audioguides für das DomQuartier beriet Dr. Hans von Seggern. Er weiß um die Vorzüge des Systems:
„Unser supraGuide ECO ist besonders attraktiv, weil er sehr klein und sehr leicht ist. Die Besucher:innen nehmen ihn kaum wahr, wenn sie ihn sich um den Hals hängen: Er wiegt nur 70 Gramm.
Außerdem besitzt er eine haptische Tastatur mit Braille-Punkten und ist für Blinde und Sehbehinderte geeignet. Er wurde vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband empfohlen.“
Zudem ist der supraGuide ECO ökonomisch.
„Er ist nicht nur kostengünstig, sondern verbraucht auch sehr wenig Energie. Der Akku hält mindestens eine Woche. Da er kein beleuchtetes Display hat, verbraucht das Gerät sehr viel weniger Energie.“
Wer mehr über die bewegte Vergangenheit der Salzburger Fürsterzbischöfe, spannende Details zur Architektur und zu den Kunstschätzen, Gemälden und Skulpturen im DomQuartier erfahren möchte, der kann dies ab sofort auch mit dem eigenen Smartphone tun.
Denn als ergänzendes Angebot stellt das DomQuartier den Audioguide auch als Progressive Web App (PWA) zur Verfügung. Damit ist der Audioguide auch über das eigene Smartphone zu hören.